Mit der Geste eines großen Daches spannt das Zukunftszentrum am Riebeckplatz in Halle einen geschützten Ort auf, an dem sich Wissenschaft, Kultur und Begegnung unter einem Dach vereinen. Die geschwungene Gebäudekontur zeichnet sich weithin sichtbar in der Stadtsilhouette ab und begegnet dem heterogenen Ensemble des Riebeckplatzes mit schmal aufstrebender, die Mitte bestärkender Fassade. Nach Westen weitet sich der Baukörper in großem Bogen zum öffentlichen Freiraum mit begrünten Fuß- und Radwegen.
Trotz beeindruckender Größe öffnet sich das Zukunftszentrum mit der Leichtigkeit eines Pavillons zum umgebenden Grünraum. Umlaufende Vordächer bieten allseitig geschützte Freibereiche. Im Inneren verbindet ein offenes Treppenensemble als vertikaler Campus alle öffentlichen Etagen – die Funktionen sind programmatisch geschichtet, von Saal und Campus im Erdgeschoss über Ausstellungen und Lernlandschaft bis zum Panorama-Rundgang mit Rooftop-Bar auf dem Dach.
Die Fassade gliedert sich in drei Ebenen: eine äußere Dachhaut aus Glaspaneelen mit Photovoltaik, eine bauklimatische Pufferzone mit geschützten Aufenthaltsflächen und eine Innenhülle aus Lehm, Schilf und Holz. Das elementbasierte Tragwerk mit Holz-Betonverbunddecken ist vom Ausbau getrennt und ermöglicht die Anpassung an variierende Nutzungen. Kuratierte recyclierte Objekte im umgebenden Stadt-Wald-Park werden zu Botschaftern des Zentrums.



