Die landschaftsräumliche Identität des Inselsberges und seine bauliche Silhouette werden durch gezielte Maßnahmen behutsam aufgeschlossen und erfahrbar gestaltet. Bauliche Eingriffe auf dem Plateau werden als landschaftliche Auffaltung der Topografie ausgebildet – Erlebniszentrum, Gastronomie und Terrassen säumen das Ensemble mit einer zurückhaltenden, landschaftsbezogenen Architektursprache.
Wie ein halb ausgegrabenes Fossil ist das Besucherzentrum als Teil des Berges konzipiert. Vor- und Rücksprünge bilden windgeschützte Bereiche für die Besucher, das Bauvolumen ist topografisch in die Natur eingearbeitet. Im Inneren ermöglicht das Gebäude als Ausstellungsgefäß mit unterschiedlichen Raum- und Fußbodenhöhen einen Einblick in die Bergwelt mit den Schwerpunkten Geologie und Geschichte. Gleichzeitig öffnet es sich zum Hang nach Osten und inszeniert den Blick auf den Thüringer Wald.
Das Plateau wird wieder für alle barrierefrei erschlossen. Der Rennsteig führt gemäß seinem historischen Verlauf direkt über den Gipfel, ein umlaufender Rundweg umfasst die Anlagen unterhalb des Plateaus. Die zusätzlichen Bau-Volumen für Hotel, Herberge und weitere Übernachtungsmöglichkeiten werden unterhalb des Plateaus verortet, eingefasst von Baumbestand und Neuaufforstung. So bleibt die Silhouette des Berges gewahrt, während der Berggasthof Stöhr und die Herberge mit ihrer baulichen Geschichte weiterhin die Identität des Ortes prägen.


