Am Ruhestein, wo die vielfältigen Aspekte des Schwarzwaldes spannungsreich zusammentreffen, wird das Besucherzentrum als Teil des Waldes diesem selbst eingepflanzt. Vier baumartig aufgeständerte Baukörper stehen an der natürlichen Hangkante und bilden miteinander eine gemeinsame Lichtung. Sie sind so hoch und so tief wie der Wald selbst – vom Blick über die Wipfel bis unter die Wurzeln wird der Wald in allen Facetten erlebbar.
Die Grundstruktur basiert auf einem Zusammenspiel aus offenen Räumen und vertikalen Erschließungswegen, die unterschiedlichste Ausstellungsszenarien und flexible Nutzungsunterteilungen ermöglichen. Ein Panoramafahrstuhl vollzieht den Nährstoffweg des Waldes und führt ins oberste Geschoss, wo ein beeindruckender Panoramablick über den Nordschwarzwald den Auftakt bildet. Von dort bewegen sich die Besucher durch die vielfältigen Ausstellungsthemen entlang der Etagen nach unten. In der Mitte des Gebäudes befindet sich eine etagenübergreifende kinetische Inszenierung des Ökosystems Wald.
Konstruktiv verbindet der Entwurf Stahlbeton für die lastabtragenden Untergeschosse mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft für das oberirdische Tragwerk und die Fassaden. Baumartig verzweigte Außenstützen steifen die Gebäudeflügel aus und stehen im Kontrast zur nachwachsenden Ressource Schwarzwald. Natürliche Lüftung, kompressorfreie Kühlung und Photovoltaik sichern einen nahezu CO₂-freien Betrieb.





